Oft zeigen sie sich immer wieder – in Beziehungen, im Körper oder in diesem leisen Gefühl, dass etwas im eigenen Leben nicht mehr wirklich stimmig ist.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, sich selbst irgendwo auf dem Weg verloren zu haben. Und ich weiß auch, wie viel Mut es braucht, ehrlich hinzuschauen und neue Wege zu gehen.
Heute begleite ich Menschen dabei, sich selbst wieder näherzukommen, mit allem, was lange verdrängt, angepasst oder übergangen wurde.
Es gab eine Zeit, in der mein Leben von außen genau so aussah, wie man es sich eigentlich wünscht.
Sicherer Job.
Karriere in der Finanzwelt.
Struktur. Verantwortung. Alltag.
Und trotzdem saß ich morgens oft im Auto auf dem Weg zur Arbeit und spürte diese Enge in meiner Brust. Dieses Gefühl, innerlich nur noch im Autopilot zu sein und mich selbst irgendwo auf dem Weg verloren zu haben.
Ich erinnere mich an Abende, an denen ich mit meiner Familie zusammensaß, aber gedanklich ganz woanders war. Meine Gedanken kreisten weiter um Arbeit, Druck und die Frage:
„Soll das jetzt mein Leben sein?“
Damals wusste ich nur, so kann es nicht weitergehen.
Rückblickend wurde mir klar, dass ich mich nicht nur von einem Job entfernt hatte, sondern auch von mir selbst.
Da war schon lange etwas in mir, das ich immer wieder weggeschoben habe. Eine tiefe Intuition. Ein feines Wahrnehmen. Das Gefühl, mehr zu spüren, als ich erklären konnte.
Aber dieser Teil hatte keinen Platz in dem Leben, das ich mir aufgebaut hatte. Also habe ich ihn ignoriert und versucht, weiter den „vernünftigen“ Weg zu gehen.